Explosion Wohnhaus

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Einsatzort Details

Robert-Stolz-Straße
Datum 15.05.2025
Alarmierungszeit 06:28 Uhr
Einsatzende 11:20 Uhr
Einsatzdauer 4 Std. 52 Min.
Alarmierungsart Funkmeldeempfänger
eingesetzte Kräfte

Stadtmitte 1
Stadtmitte 2
Löschzug Mußbach
Facheinheit IuK
Brandeinsatz

Einsatzbericht

Am Mittwochmorgen ereignete sich in der Robert-Stolz-Straße ein Großeinsatz der Rettungskräfte. Gegen 06:30 Uhr meldeten mehrere Bürger eine Explosion eines Gebäudes in der Nähe des Panorama Hotels. Die erstausrückenden Kräfte konnten auf Sicht anfahren, da bereits eine Rauchwolke aufstieg und ihnen den Weg zeigte. Aufgrund der Wahrnehmung forderte der Einsatzleiter, über die Feuerwehreinsatzzentrale, weitere Unterstützung nach. Beim Eintreffen brannte der Dachstuhl des sechs Parteienwohnhauses. Eine Giebelwand war durch die Druckwelle der Explosion herausgerissen und die Dachziegeln lagen verstreut in der Umgebung. In einem Unterstand einer Bushaltestelle befand sich eine Person mit schweren Verletzungen. Der Rettungsdienst versorgte diese und brachte sie in eine Klinik für Brandverletzte nach Ludwigshafen zur weiteren medizinischen Versorgung. Bei der Person handelte es sich um den Bewohner der Dachgeschosswohnung. Die weiteren Bewohner des Hauses befanden sich bereits im Freien und waren außer einem Schock unverletzt. Über zwei Hubrettungsgeräte im Außen- und mit mehreren Trupps unter Atemschutz im Innenangriff leitet die Feuerwehr die Brandbekämpfung ein. Die massive Brandbekämpfung mit handgeführten Strahlrohren und Wasserwerfern zeigte zügig Erfolg, sodass nach knapp einer dreiviertel Stunde Feuer unter Kontrolle gemeldet werden konnte. Parallel zu den Löschmaßnahmen kontrollierte die Feuerwehr alle Wohnungen in dem Objekt. In der Hochphase der Brandbekämpfung setzte die Feuerwehr im Wechsel insgesamt achtzehn Atemschutztrupps ein. Die Nachlöscharbeiten und aufspüren versteckter Glutnester war aufwendig und zog sich einige Zeit hin. In der Zwischenzeit kappte der örtliche Energieversorger die komplette Zufuhr der Energieversorgung zu dem Brandobjekt. Durch die Explosion und die dadurch entstandenen Schäden ist das Gebäude unbewohnbar. Für zwei Bewohner organisierten das Sozialamt der Stadt Neustadt eine Unterkunft. Das Technische Hilfswerk führte nach Überprüfung durch einen Bausachverständigten intensive Abstützung an der beschädigten Giebelseite durch. Hierzu mussten mit der Kranschaufel etliche Kubikmeter Brandschutt aus der Dachwohnung geholt werden. Warum es zu der Explosion kam, und der Höhe des Gesamtschadens können von Seiten der Feuerwehr keine Angaben getätigt werden, dies ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Die Sicherungs- und Abstützungsmaßnahmen des Technischen Hilfswerks zogen sich bis in die Abendstunden hin. Zwischenzeitlich, während den Sicherungsmaßnahmen, musste die Feuerwehr nochmal anfahren, wegen glimmender Glutnester in der Dachgeschoßwohnung. Für den Brand- und Sicherungseinsatz war die Robert-Stolz-Straße zwischen der Rosengarten Kreuzung und der Martin-Luther-Straße komplett gesperrt. Während des gut fünfstündigen Einsatzes besetzte der Löschzug Mußbach die verwaiste Hauptfeuerwache für den Stadtschutz.

Im Brandeinsatz hatte die Feuerwehr 60 Einsatzkräfte mit 14 Fahrzeugen, für den Stadtschutz standen zwanzig Einsatzkräfte mit drei Fahrzeugen in Bereitschaft. Weiterhin waren an dem Brandeinsatz beteiligt die Polizei mit zwei Funkstreifenwagenbesatzungen, der Rettungsdienst mit mehreren Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug, die Abschnittsleitung Gesundheit  (Leitender Notarzt, organisatorischer Leiter), der örtliche Energieversorger und Mitarbeiter des städtischen Straßenbaulastträger.

 

sonstige Informationen

Einsatzbilder